„Aber wie ein Dunst lagert ein Gemisch von Schlagworten und veralteten Ideologien über der Wirklichkeit. Es fehlt am ursprünglichen, spontanen Fragen.“ (Walter Eucken)
Dieses Zitat aus dem Buch „Grundsätze der Wirtschaftspolitik“ Walter Euckens könnte der eigenen Ausarbeitung „Auf der Suche nach Wirklichkeit in der Mensch-Nutztier-Beziehung“ vorangestellt werden (wäre sie nicht bereits gedruckt). Der Freiburger Walter Eucken arbeitete immer nah an der Wirklichkeit, er soll mit seinen Studenten gerne konkrete Betriebe aufgesucht haben, um nicht nur von ihnen und der Wirtschaft zu reden. Warum nicht auch Betriebe der Nutzgeflügelhaltung aufsuchen? Nichts liegt näher; dem Naheliegenden gilt die Suche nach Wirklichkeit, um über sie adäquat und nicht nur rein abstrakt reden zu können. (V.K., 13. Januar 2026)





Die Bundeskanzlerin Deutschlands trat am 24. Juni 2016 vor die Kameras und erklärte, die Entscheidung der Briten für einen Brexit müsse mit „historischem Bewußtsein“ mit Schlussfolgerungen bedacht werden. Dies wirft die Frage auf, welches „historisches Bewußtsein“ Frau Merkel hat, um den Brexit einzuordnen. Merkel meint: „Die Idee einer europäischen Einigung war eine Friedensidee“. Zwischen den Zeilen klingt das so, die Briten wollen keinen Frieden, weil sie dieser Friedensidee in ihrer konkreten weltlichen Gestalt EU nicht mehr folgen wollen. Wo den Briten der Schuh drückt, ist dann nachrangig. Mit dieser besserwisserischen Kultur des Weghörens spaltet Merkel Europa immer tiefer, sie ist damit selbst eine Ursache für den Brexit. Merkels historisches Bewußtsein ist befangen, weil sie selbst ein Teil des Problems ist.