Vorlage aus NRW

Kölner Dom

Rot-Grün wurde bei den Landtagswahlen im bevölkerungsreichsten Bundesland abgewählt. Der Schulz-Zug wurde auf das Abstellgleis gefahren. Ist Schulz das richtige Zugpferd für die SPD, fragen dann auch Journalisten. Können sich 100 Prozent der Sozialdemokraten irren? Ist die SPD von heute mit Funktionären wie Schulz und Stegner vielleicht ein einziger Irrtum? Selbst mit den Linken hätte es nicht zum Machterhalt gereicht. Letztlich scheiterte aber auch diese Partei, hier an der Sperrklausel. Das sind gute Nachrichten.

Blickt man auf das 7,4-Prozent-Ergebnis der AfD, so ist das die Hälfte des Landtagswahlergebnisses von Baden-Württemberg, aber noch immer mehr als in Saarland und Schlleswig-Holstein erreicht wurde. NRW, das ist zur besseren Eindordnung zu sehen, lag im bundesweiten Vergleich bei überregionalen Wahlen immer am unteren Ende der AfD-Ergebnisse. Somit ist das in NRW erreichte Ergebnis erst einmal beachtlich,  in absoluten Zugewinnen noch vor der CDU. Erschwerend kam in NRW ein zugkräftiger FDP-Spitzenkandidat hinzu, ähnlich wie zuvor in Schleswig-Holstein.

Eines bestätigt die NRW-Wahl aber einmal mehr: Blau ist das neue Rot, wie Guido Reil bei der Landtagswahl in Essen warb, womit er auch in seinem Wahlkreis Essen-Mülheim mit 13,3 Prozent das zweitbeste Erstimmergebnis erzielte. Das „rote“ Ruhrgebiet schnitt für die AfD insgesamt  überdurchschnittlich ab, die Spitzenwerte des Landes sind hier zu finden: Gelsenkirchen II 15,2 Prozent, Duisburg-Wesel 14,6 Prozent und Gelsenkirchen I 14,1 Prozent.

In den CDU-Hochburgen schnitt die AfD unterdurchschnittlich ab, am schlechtesten aber in Grünen-Hochburgen: Münster I (3,4 Prozent), Köln II (3,7 Prozent) und Münster II (4,0 Prozent). Münster ist in NRW in etwa das, was Freiburg in Baden-Württemberg darstellt, eine studentisch geprägte Stadt mit ausgeprägten linksalternativen Milieus. Die Linke erzielte hier ebenfalls  überdurchschnittliche Werte. Ein ähnliches Bild ergibt eine interaktive Karte für Köln, die Stadtbezirke mit hohem Anteil für Die Grünen sind schwache Gegenen für die AfD – und umgekehrt. Das ist aus dem Südwesten der Republik alles nur zu bekannt. Darauf gilt es sich mit Blick auf die Bundestagswahlen im Wahlkreis Freiburg einzustellen. Aber selbst die schwachen Gebiete sind in Baden-Württemberg an den Landtagswahlen gemessen relativ stark, mit doppelt so hochen Werten wie in Münster, was es weiter auszubauen gilt.

Ihr Direktkandidat im Wahlkreis Freiburg, Volker Kempf

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