Realpolitik statt blinder Aktionismus

Der Reaktorblock 2 des AKW Fessenheim wurde Anfang April wieder hochgefahren.  Der Reaktor sei „extrem störanfällig“, hieß es am 7. April im Kommentar von Gerold Zink in der Badischen Zeitung. Aber was heißt hier „extrem“? Das elsässische AKW reicht zwar nicht an deutsche Standards heran, ist aber mit den veralteten Ostblockreaktoren nicht zu vergleichen, die extrem unsicher waren, weit hinter den französischen Standards. Wo aber angeblich die Gefahr „extrem“ ist, da ist die SPD nicht weit. Ein Breisacher Sozialdemokrat tritt unter Beifall seiner Genossinnen und Genossen gegen diesen Reaktorblockbetrieb 2 mit Wasser und Brot in einen Fastenstreik. Ob da jemand in Breisach ein Wurstbrot mehr oder weniger ist, ist für die Entscheider in Frankreich aber so wichtig wie ein Sack Reis, der in China umfällt. Da haben einige offenbar den Bezug zur Realität verloren und erschöpfen sich in blindem Aktionismus.

Nicht schaden kann dagegen, sich bei der Planung für die Zeit nach der Stilllegung des AKW-Fessenheim einzubringen, um damit eine Stillegung zu beschleunigen. Der französische Umweltminister hat selbst ein Interesse daran. Es gibt also Fortschritte, die die AfD im Kreistag unterstützt weiter voranzutreiben. Das Ziel muss es sein, die Analge noch 2019 komplett zu schließen und Alternativen für die Zeit danach bereit zu haben.

Volker Kempf, Vorsitzender der AfD-Kreistagsgruppe

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Der genannte Kommentar ist im Internet abrufbar unter: http://www.badische-zeitung.de/fessenheims-reaktor-ii-wird-wieder-hochgefahren-das-ist-eine-gefaehrliche-haengepartie

Zum Fastenstreik-Artikel: http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/fastenstreik-gegen-block-2–151372583.html

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