Klare Verhältnisse statt Doppelpass

Die doppelte Staatsbürgerschaft wurde von Altparteienvertretern immer wieder als Beitrag zur Integration gepriesen und eingeführt. Das sollte wohl vor allem der SPD Wählerstimmen bringen, die hier besonders emsig war. Die CDU/CSU erleichterte die doppelte Staatsbürgerschaft auf Drängen des Koalitionspartners SPD. Da half selbst ein CDU-Parteitagsbeschluß nichts. Bundestagsabgeordnete der CDU/CSU spielen hier mit Angela Merkel brav mit. Nur auf Drängen der AfD sähe das anders aus. Eine doppelte Staatsbürgerschaft wird von der AfD abgelehnt.

Mir persönlich ist der Wert nur einer Staatsbürgerschaft aus Erfahrung besonders klar und wichtig geworden. In den 1980er Jahren war ich einmal mit einem Bus mit türkischen Reisenden in die Türkei gefahren. Als die Grenze nach Bulgarien passiert wurde, kamen Zöllner wie ein Sonderkommando mit Maschinenpistolen in den Bus. Die Aufforderung, einen Ausweis vorzuzeigen wurde mit vorgehaltener Waffe unterstrichen. Nur hinsichtlich des gut sichtbar bereitgehaltenen deutschen Ausweises blieb mir die Schikane, in den Gewehrlauf schauen zu dürfen, erspart. Wäre der deutsche Pass schon damals inflationär vergeben worden, wäre er für jene Zöllner nicht viel wert gewesen. Also, keine Experimente mit der Vergabe einer Staatsbürgerschaft, sondern immer für klare Verhältnisse sorgen. Das muss die Devise sein.

Volker Kempf, Direktkandidat Wahlkreis 281 Freiburg (12.3.2017)

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