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Günter Rohrmoser (1927-2008), Ansporn und Vorbild

Günter Rohmoser gehört zu den Philosophen, die auch über die Landwirtschaft eingehend nachdachten, weshalb er in des Verfassers Werkanalyse „Auf der Suche nach den Tieren in der deutschen Soziologie“ als Vertreter der „Ritter-Schule“ berücksichtigt wird. Rohrmoser ist einem breiteren Publikum noch als einer der markantesten konservativen Sozialphilosophen Deutschlands in den 1970er bis 2000er Jahren in Erinnerung. Zu seinem Tode im Jahr 2008 hatte ich einen Nachruf geschrieben und dabei eine Festschrift zu seinem 80. Geburtstag 2007 hervorheben können. Das ist bald 20 Jahre her, 2027 hätte er seinen 100. Geburtstag. Gegen das Vergessen dieses Denkers der Nachruf von 2008, der einige seiner Schriften einbezieht.  (VK 09.04.2026)

Von Volker Kempf

Günter Rohrmoser wurde 1961 mit seiner Habilitationsschrift über Subjektivität und Verdin­g­li­chung. Theologie und Gesellschaft im Denken des jungen Hegel zu einem  Hochschul­ge­lehr­ten, dem allerdings die seltene Gabe eigen war, die Selbstbezüglichkeit der aka­de­misch eta­blier­ten Philosophie zu sprengen. Philosophie wurde in Rohrmosers Denken zu dem, was sie ursprünglich schon immer war: Liebe zur Weisheit. Damit erinnert Rohr­moser an Sokrates, der Denken mit dem Mut verband, notfalls auch allein gegen alle zu stehen. Continue reading Günter Rohrmoser (1927-2008), Ansporn und Vorbild